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Monatsübung März 2019

Am Mittwoch, den 6. März 2019, stellten wir uns dem Übungsszenario austretender unbekannter Flüssigkeiten.

Übungsannahme war ein verunfalltes Fahrzeug, das in Panik verschlossen und in weiterer Folge verlassen wurde.

Offensichtlich dürfte der Fahrer noch versucht haben im Kofferraum des Fahrzeuges sich befindende Kanister aus dem Fahrzeug zu bergen. Dabei dürfte das Fahrzeug sich in Bewegung gesetzt haben und ist in weiterer Folge auf 2 der Kanister zum Stillstand gekommen.

Unsere Aufgabe war es nun, die austretenden Flüssigkeiten anhand der Behälterkennzeichnung zu bestimmen und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln abzudichten, weiters das Fahrzeug zu sichern und ausgetretene Flüssigkeiten zu binden.

Als besondere Herausforderung wurden das Fahrzeug und die undichten Kanister so positioniert, dass austretende Flüssigkeiten durch einen Kanaldeckel in das Kanalsystem gelangen konnten. Da in solchen Fällen nicht von Anfang an klar ist um was für Flüssigkeiten, bzw. die Gefahren dadurch, es sich handelt, musste der Kanaldeckel schnellstens abgedichtet werden. Natürlich ebenfalls nur mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, unsere Kreativität war also gefragt.

Ein Loch in einem der Behälter konnten wir mit Hilfe eines Durchschlags aus der Werkzeugkiste in unserem Einsatzfahrzeug provisorisch abdichten. Den zweiten Behälter, der durch einen längeren Riss aufwies, mussten wir mittels eine Spangurtes und einer Art "Druckverband" abdichten. Das funktionierte jedoch nur bedingt gut, da der Kanister dem notwendigen Druck des Spangurtes nur bedingt standhalten konnten.

Den Kanaldeckel konnten wir nach einigen Gedankenexperimenten und hilfreichen Tipps unseres Übungsleiters Gabriel Schrank schlussendlich mittels Siloplane und Wasser abdichten. Dazu wurde zwischen Rahmen und Deckel eine Plane eingespannt und mittels Schlauchbrücken rundherum eine Art Damm errichtet. Die Folie wurde anschließend mit dem Wasser unsere Tanks geflutet, wodurch sich diese rundherum an die Straßenoberfläche anschmiegte und dadurch den Kanal gegen ein weiteres eindringen von Flüssigkeiten abdichtete.

Parallel dazu wurde aus unserer Steckleiter und einer weiteren Plane ein temporäres Auffangbecken gebaut, in dem die Behälter nach dem Bergen gelagert werden konnten.

Solche Aufgaben müssen auch wir Schildorner übernehmen, bis das Fahrzeug für gefährliche Stoffe (GSF) aus St. Marienkirchen bei Schärding am Einsatzort eintrifft.

Speziell aus obiger Sichtweise war dies ein neues Einsatzszenario für uns mit vielen neuen Ansätzen, auch im Blick auf unsere Fahrzeugausstattungen, die wir mit geringen Mitteln noch etwas ergänzen werden um für solche Einsätze ebenfalls gerüstet zu sein.

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